Meine liebsten Serien | Part eins

Meine_liebsten_Serien
Schon als Kind mochte ich Serien gerne, h2o – Plötzlich Meerjungfrau hat mein Leben ein ganze Zeit lang geprägt. Ich stand nie so auf diese Teenie-SuperRTL-Serien, aber eben auf die Serie rund um Mako Island. Man könnte sagen ich war nahezu besessen – DVDs, Zeitschriften, Schmuck, eigene Zeitschriften, Sticker – naja, was eben so dazu gehört und ich war in meinem Element. Neben h2o habe ich auch Wissen mach Ah! geliebt – manche Folgen habe ich so oft gesehen, dass sich manche Szenen einfach extrem in meinen Kopf geprägt haben. Aber so richtig von Serien eingenommen bin ich erst seit How I met your mother. Ich mochte die Serie sehr, besonders die letzten Staffeln, aber das Ende hat es schon für mich kaputt gemacht – auch das alternative. Die ganze charakterliche Entwicklung über die vergangen Staffeln war einfach dahin. Unteranderem deswegen ist die Serie um Ted Mosby & Co. nicht dabei. Und seitdem ich mit HIMYM angefangen habe, war ich immer wieder auf der Suche nach guten Serien – und das erfolgreich.

Pushing Daisies
Auf Pushing Daisies bin ich bei uns in der Bibliothek gestoßen, dort finde ich öfter hin und wieder sehenswerte Serien und Pushing Daisies ist seitdem meine absolute Lieblingsserie. Bei uns ist die Serie eher unbekannt, da sie auf irgendeinem ZDF-Spartensende lief. Ich habe aber meinen Job getan und sämtliche Freundinnen damit angefixt. Im Zentrum der Serie steht das Piehole, eine Kuchenladen, in dem Ned backt. Doch der Piemaker ist keine gewöhnlicher Piemaker, denn er bäckt nicht nur Kuchen, sondern kann auch die Toten wiederbeleben. Eine Berührung: Leben, die zweite Berührung: wieder tot. Gemeinsam mit Emerson Cod nutzt er diese Fähigkeit um Morde aufzuklären. Bis sie eines Tages auf seine Kindheitsliebe Chuck trifft – und sie am Leben lässt.
Zeitlich ist die Serie nicht so leicht einzuordnen, aber ich liebe den Stil. Die Landschaft, das Ambiente Tapeten, Möbel, Räume generell – die gesamten Props sind sehr süß und unfassbar hübsch. Alleine schon die DVD-Hüllen sind zuckersüß. Sowohl Chucks Kleidung als auch Olives (die Kellnerin) Haare sind sehr im Stil der 60er Jahre gehalten und es sind wunderschöne Kleider dabei. Teilweise trägt Chuck sogar Petticoats. Chuck ist mir sehr sympathisch, aber ich mag Olive lieber. Kristin Chenoweth singt manchmal auch in der Serie und ich liebe ihre Stimme, sie ist ja auch eine Musical-Darstellerin. Olive ist enthusiastisch, lieb und gleichzeitig hat sie es schwer, wegen ihrer dramatischen, unerwiderten Liebe. Chuck hingegen finde ich manchmal egoistisch. Ihre Beziehung zu Ned mag ich dennoch – es gefällt mir einfach, wenn Liebe zwischen Charakteren schon zu Anfang ersichtlich ist. Ned wird ja von Lee Pace gespielt und erinnert mich deswegen inzwischen immer ein wenig an Thranduil, auch wenn die Charaktere gerade zu gegensätzlich sind. Ned ist auch liebenswürdige Weise merkwürdig und socially akward (entschuldigt, aber mir fällt der deutsche Begriff), aber er ist einfach wundervoll. Emerson ist eher faul, immer dabei, wenn man leicht Geld machen kann, aber ich liebe seinen Sarkasmus. Neben den Hauptcharakteren, sind die wichtigsten Personen wohl Chucks merkwürdige Tanten Vivien und Lily mit ihren Persönlichkeitsstörungen und ihrer Schrulligkeit. Besonders ihr Zuhause ist liebevoll gestaltet mit Vogelkäfigen, Sofas und alles in allem vollgestopft. Generell sind die Nebencharaktere auch sehr speziell und ausgearbeitet. Das ganze spielt übrigens nahe Coeur d’Coeurs in Papen County (beides fiktionale Orte) und irgendwie finde ich das sehr französisch, warum auch immer – ich war ja noch nie in Frankreich. Es ist eine idyllische Bonbon-Welt, fantastisch und auf schöne Weise kitschig. Mit der Story und den Charakteren ist Pushing Daisies auch auf gewisse Art magisch. Ich kenne keine Serie, die so merkwürdig und gleichzeitig poetisch und romantisch ist. Und die zweite Staffel übertrifft das eigentlich noch. Mich erinnert Pushing Daisies an Musicals (anschneidend gibt es auch ein Musical dazu) oder Tim Burton. Wenn ihr also Filme wie Alice in Wonderland oder Charlie und die Schokoladenfabrik mögt, dürfte euch auch Pushing Daisies gefallen. Mit einem Unterschied: es gibt einen Erzähler und das finde ich sehr schön. Und der Erzähler teilt einem nicht nur Umstände und Hintergründe mit, sondern auch das Alter in bestimmten Situationen. Und zwar auf die Minute genau. Und das ist sehr praktisch, da man teils auch Rückblenden in die Vergangenheit der Protagonisten erhält. Nicht nur durch den Erzähler, sondern generell werden viele wundervolle, zitatwürdige Sätze in die ohnehin schon schön formulierten Dialoge geflochten. Der Krimi-Teil, der eigentlich die Grundlage der Serie ist, sagt mir wirklich zu. Ich bin kein Fan von äußerst grausamen Krimis, ich will fernsehen, um abzuschalten. Trotzdem sind die Fälle nie langweilig, denn die Hintergründe sind einfach sehr außergewöhnlich und ganz anders als in anderen Krimi-Serien. Auch hier fällt wieder das Setting auf, die Umstände, unter denen Morde geschehen und die Nebencharaktere.
Wer gerne schöne Serien schaut – Krimis, die nicht blutig sind, sondern irgendwie besonders, der ist hier richtig. Ich denke Pushing Daisies ist sicher nicht für jeden was, aber mich verzaubert die Serie mit ihren Worten, Sätzen, Charakteren und dem süßen Design jedes Mal wieder.

Supernatural
Von Supernatural habe ich innerhalb kürzester Zeit acht Staffeln geschaut und warte nun ungeduldig auf die neunte Staffel. Es wurde schon die elfte Staffel angekündigt, bei uns ist die Serie aber (soweit ich das weiß) wesentlich unbekannter und weniger erfolgreich und dummerweise hängen sie mit dem DVD-Release hier ziemlich hinterher. Kurz zur Grundstory: Die Brüder Sam und Dean jagen Monster – Geistern, Dämonen, kurzum, alles, was übernatürlich ist, wie ihr Vater vor ihnen. Neben dem neuen Monster, das quasi der Kern der einzelnen Folge ist, hat die Serie auch einen Handlungsstrang, jede Staffel hat dabei ein bestimmtes Thema, aber da ich jetzt keine Dinge verraten will, schreibe ich nichts weiter dazu.
Ich mag das Prinzip auf jeden Fall, besonders ab der dritten Staffeln werden die Stories, die sich durch die gesamte Staffel ziehen relevanter und ausgearbeiteter. Meiner Meinung nach werden die Staffeln auch immer besser (meine beste Freundin sieht das auch so) und seit der ersten Staffel hat sich sehr viel verändert und entwickelt. Auch wenn wirklich viel geschieht, so gibt es doch immer wieder Ähnlichkeiten, aber das liegt auch an den Charakteren. Das meine ich keineswegs negativ, sondern spricht eher für die Konstanz der handelnden Personen. Generell stehen eher die Charaktere als die Story im Vordergrund (meiner Meinung nach), zwischenmenschliche Beziehungen und charakterliche Entwicklungen sind einfach ein zentraler Aspekt. Sam ist der gebildetere der Brüder (wollte er doch auch studieren, wozu es aber ja offensichtlich nicht kam) und hat ein recht umfangreiches Wissen über alles Übernatürliche angesammelt, er ist recht voreilig, irgendwie süß, aber mir teilweise auch zu anstrengend. Ich mag Dean lieber – was sicher unter anderem an der Stimme von Jensen Ackles liegt, aber auch daran, dass es bei Flüchen, Krankheiten und anderem übernatürlichen immer ihn trifft und dass dann sehr amüsant ist. Er ist nicht wirklich ein Macho, auch wenn er viele Frauen hat, aber er kann ein nein auch akzeptieren. Er ist sehr fürsorglich und besorgt – in erster Linie um seinen Bruder, aber auch um andere Personen, die ihm nahestehen. Er ist aber auch sehr sarkastisch und in gewisser Weise auch ein Nerd. Es gibt – eben besonders seitens Dean – so viele Anspielungen, von denen ich wohl nicht mal die Hälfte mitbekomme. Neben Horrorfilmen, die sich natürlich anbieten, auch Herr der Ringe, Swayze-Filme und Zurück in die Zukunft (und das wirklich häufig, natürlich insbesondere in den Folgen, in denen in der Zeit gereist wird). Es gibt eine ganze Folge zu Täglich grüßt das Murmeltier und Märchen (bzw. Disney) – auch Folgen, die besonders gestaltet sind, z.B. schwarz-weiß oder im Wilden Westen angesiedelt, sagen mir sehr zu. Zurück zu den Charakteren, es gibt recht viele Nebencharaktere, die wiederkehren und ich mag das sehr. Ich freue mich dann immer, wenn diese oder jene Person, die ich gerne mag, wieder in einer Folge auftaucht. Auch meine Lieblingscharakter sind solche. Nämlich der Trickster und Baltazar – vom Charakter her sind sie sich nicht unähnlich, sarkastisch, etwas egozentrisch und eigenwillig, auch wenn Baltazar aufgrund seiner Art zu sprechen (der Schauspieler, Sebastian Roché, ist französisch-schottischer Herkunft). Auch Crowley ist mir äußerst sympathisch – auch wenn er natürlich eher weniger auf der guten Seite einzuordnen ist, ich finde ihn sehr charismatisch, teilweise ironisch und sarkastisch und er ist noch dazu britisch, ich liebe es einfach, wie Mark Sheppard ihn spielt. Natürlich mag ich auch Cass gerne, besonders zusammen mit Dean, ich finde, sie haben so eine gewisse Energie. Cass ist zudem ein sehr facettenreicher Charakter, geprägt von Höhen und Tiefen sowie vielen charakterlich Veränderungen und Entwicklungen, ich würde fast sagen, er macht am meisten durch. Generell gefällt mir der Twist mit den Engeln, ab Staffel vier. Was ich aber sehr schade finde, ist, dass wirklich viele gute Charaktere sterben, sodass man schon glücklich ist, wenn nur wenige Personen sterben. Auch gibt es verhältnismäßig wenige weibliche (junge) Charaktere, die ich mag, das muss nicht unbedingt daran liegen, wie sie von der Serie aus gestaltet werden, aber ich finde sie häufig unsympathisch. Ich mag lediglich Charlie, die Hackerin – sie ist einfach ein wunderbare Person und ein kleiner Nerd. Neben den Charakteren prägen die Serie natürlich auch Spannung und Action, es ist eben eine Mischung aus Comedy und Mystery. Teilweise ist die Serie sehr dramatisch, fast schon zu dramatisch – nicht alle, aber manche Folgen sind schon ziemlich gruslig und teilweise auch brutal, sodass ich nicht jede Folge mitten in der Nacht schauen würde, aber es härtet ab. Die Themen der einzelnen Folgen sind wirklich interessant und – soweit ich das beurteilen kann – sind die Mythen sehr gut recherchiert. Da ich Übernatürliches, Hexen, Magie, Mythen und das alles sehr spannend finde – passenderweise leitet sich mein Name von der Göttin Hekate ab, die in der griechischen Mythologie die Göttin für Nekromantie, Magie und Spuk ist, sowie die Göttin der Kreuzwege (und die sind ja in Supernatural sehr bedeutend) und die Wächterin der Tore zwischen den Welten -, also suche ich dann auch hin und wieder zu den Mythen und Gestalten im Internet. Jetzt warte ich gespannt auch die neunte Staffel, da natürlich auch die achte mit einem Cliffhanger geendet hat – wie jede Staffel zuvor und ich bin so gespannt auf das Ende der Serie, auch wenn das natürlich noch etwas warten kann.

Golden Girls
Die Serie Golden Girls dürfen viele von euch kennen, vier ältere Damen, die gemeinsam in einer WG in Miami leben und dort den Alltag durchleben und über sämtlich Themen sprechen. Während Blanches liebste Themen Männer und Jugend sind und die naive Rose von St. Olaf erzählt, kommentiert Dorothy das gerne mit Sarkasmus und Sophie teilt Weisheiten aus ihrer Zeit in Sizilien und New York.
Ich finde es immer schwer Comedy-Serien (bzw. 25 Minuten-Serien) zu beschreiben und auch wenn Golden Girls natürlich auch ernstere Themen behandelt, ist es eine solche. Aber ist eben nicht das typische HIMYM-Schema, sondern irgendwie anders, was natürlich auch an den Charakteren liegt. Ältere Personen, besonders Frauen, sind ja eine Seltenheit als Protagonisten, zudem ist mir aufgefallen, dass ich generell wenige Serien mit weiblichen Hauptcharakteren schauen, auch wenn ich das eigentlich gerne mag. Ich liebe einfach alle vier Charaktere, sie sind so ausgestaltet und auch hier steht zwischenmenschliches wieder im Zentrum. Meine liebste Person ist Rose, weil sie so süß und naiv ist – zudem mag ich Betty White sehr gerne, die ja neben Lucille Ball (I love Lucy muss ich auch noch schauen), sehr wichtig ist für die Möglichkeiten für Frauen als Produzenten und anderen hohen Position in Film und Fernsehen. Daneben sagen mir natürlich auch der Sarkasmus und die Sprüche von Sophia und Dorothy zu. Die Serie ist gespickt von wiederkehrenden Elementen – Stanleys Toupet etwa – aber auch immer neuen Twists. Ich liebe ja auch die Käsekuchen-Gespräche in der Nacht und das Haus, in dem die Serie spielt. Aber auch die Nebencharakter sind wirklich immer eine Bereicherung, viele von ihnen waren zu der Zeit oder wurden später berühmt, sowie George Clooney. Wenn ich krank bin greife ich wirklich oft zu Golden Girls, weil es einfach schön, amüsant und entspannend ist, aber eben auch Themen behandelt werden, die ernster sind, ohne dass es unangenehm ist. Die Serie ist einfach voll Wortwitz, sehr originell und durch ihre wunderbaren Charaktere ist es immer wieder wert, ein paar Folgen zu schauen.

Der nächste Teil folgt noch diese Woche, also seit gespannt. Aber sagt mir doch gerne heute schon, ob ihr eine dieser Serien schaut bzw. kennt. Und was sind denn eigentlich eure Lieblingsserien?

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5 thoughts on “Meine liebsten Serien | Part eins

  1. Die Serien sind mir zwar bekannt, aber gefesselt haben mich doch eher Veronica Mars, Hart of Dixie oder Revenge. Im Comedy- Bereich kann ich Scrubs und 2BrokeGirls empfehlen.

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    • Ja, auf Veronica Mars stoße ich gerade ständig – muss ich wohl mal ein paar Folgen schauen.
      Bei 2 Broke Girls schalte ich auch ab und an rein (aber irgendwie immer seltener)
      Liebe Grüße

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  2. Pushing Daises hatte ich geschaut, als es für kurze Zeit auf Pro7 oder so lief, aber dann habe ich es aus den Augen verloren und auch bei Supernatural bist du mir weit voraus, ich habe also Nachholbedarf! :) Und wie ich schon sagte, echt beeindruckend, wie ausführlich du die Serien vorstellst! :)

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    • Echt, das lief mal auf ProSieben – ich finde da passt es eigentlich nicht so hin, wenn du weißt was ich meine. Aber die zwei Staffeln lohnen sich auf jeden Fall.
      Stimmt, bin schon gespannt, was du dann sagst, wenn du soweit bist. :)
      Danke dir.

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  3. Pingback: Chuck Charles inspired Outfit | Pushing Daisies | teepüppchen

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