Bradley: The Sweetness at the Bottom of the Pie

Es gibt Bücher, die liest man einmal. Sie sehen schön aus und man freut sich im Regal an ihnen. Dennoch ärgert man sich, das Geld ausgegeben zu haben – hätte man davon doch genauso andere wunderbare Bücher kaufen können, zu denen man immer wieder greift und besser das Einmal-Buch ausgeliehen. Flavia de Luce ist sicher (für mich) mein Einmal-Buch, den ich habe es inzwischen wirklich oft gelesen. Die Bücher habe ich zuerst als Hörbücher (wunderbar von Andrea Sawatzki gelesen) in der Bücherei entdeckt und war begeistert – ich musste sie haben. Das ganze ist mindestens drei, vier Jahre her und inzwischen lese ich bevorzugt in Originalsprache. Also habe ich – unbeachtet der Tatsache, dass das Buch schon auf deutsch im Regal steht – es auf englisch (gebraucht für ein, zwei Euro) gekauft.

Die elfjährige Flavia lebt mit ihrem Vater du zwei älteren Schwestern auf Buckshaw. An einem Morgen im Sommer des Jahres 1950 entdeckt sie im Garten die Leiche eines Mannes. Mit einer Vorliebe für Gifte und altkluge Sprüche ermittelt sie von nun an auf eigene Faust, um den Verdacht des Mordes von ihrem Vater zu nehmen.

Ich finde das Cover durchaus ansprechend, trotzdem muss ich doch sagen, dass mich das deutsche mehr anspricht – der Titel (deutsch: Mord im Gurkenbeet) spricht mich aber bei beiden an. Ist mal was anderes und zeigt meiner Meinung nach gleich die Ironie und den Sarkasmus, der das ganze Buch durchzieht.
Mich spricht das Ambiente an, sowohl von Zeit (1950), als auch vom Ort (ein englische Dorf). Flavia ist für mich trotz oder gerade wegen ihre Altklugheit sehr sympathisch. Das die Geschichte nicht realistisch ist – klar, aber wie viele fiktive Bücher sind das schon? Für mich ist das mit einer elfjährigen als Ermittlerin mal was neues und wunderbar umgesetzt. Ich kann mich gut in sie hineinversetzen und mag ihre Kommentare (das Buch ist in der ersten Person aus Flavias Sicht geschrieben). Mich erinnert sie ein bisschen an Ms Marple oder auch Sherlock Holmes. Aber auch die anderen Charaktere sind rund und haben einen Hintergrund. Persönlich mag ich ja besonders Mrs Mullet, die Köchin bzw. Haushälterin. Es wird nicht unnötig in die Länge gezerrt, ist aber doch schön ausgeschmückt, die Umgebung verbildlicht.
Wie gesagt, mir gefällt der Schreibstil, da er ironisch ist und abwechslungsreich. Besonders auf englisch, da ins deutsche dann eben einiges, wie beispielsweise Wortspiele, verloren geht. Ich finde auch der Plot ist gut. So kann ich das Buch immer wieder lesen und bin immer wieder des Mörders wegen überrascht – ich vergesse bei Krimis aber auch immer wieder den Täter, also…

Kennt ihr die Flavia de Luce Reihe? Was haltet ihr davon?
Liebe Grüße
Kathi

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2 thoughts on “Bradley: The Sweetness at the Bottom of the Pie

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