Bernauer: Delia – Das smaragdgrüne Feuer | Fünf Fragen an Mia Bernauer

Heute morgen habe ich den dritten Teil von Delia fertig gelesen – insgesamt habe ich drei oder vier Tage gebraucht. Und dann lese ich die Danksagungen und krieg fast einen Herzinfarkt – da steht mein Name, mein Blog. Wie ich mich gefreut habe. Also danke Mia, dafür und dafür, dass ich die Trilogie zur Verfügung gestellt bekommen habe. Außerdem danke, dass du mir fünf Fragen beantwortet hast. Das also zuerst und danach die Review (die man vielleicht erst nach Band I oder Band II lesen sollte.)

1. Wie lange schreibst Du schon?
Ich schreibe Romane seit August 2009, davor habe ich mich immer mit den Seminararbeiten für mein Germanistikstudium abgequält, bis ich meine erste Story angefangen habe zu schreiben. Seitdem kann ich nicht mehr aufhören. :)
2. Hast Du schon länger mit dem Gedanken gespielt, das professionell zu machen?
Nein. Erst seit letztem Jahr, als ich meine Agentin kennengelernt habt, habe ich mich entschieden weitere Romane zu schreiben – und das nicht mehr nur für mich und meine Probeleser. ;)
3. Wie bist Du auf die Idee zu Delia gekommen?
Die Idee zu Delia ist ziemlich komplex. Ich wollte zu allererst keine Vampir- oder Werwolfstory, deswegen habe ich überlegt, was ich für Wesen ins Leben rufen könnte, die abwechslungsreich, interessant und vor allem den Leser begeistern könnten. Und da ich schon immer Großkatzen liebe wie Nebelparder (eines der schönsten Tieren dieser Welt) habe ich mich für Halbwesen entschieden, die sich in Tiere verwandeln können und die Naturelemente beherrschen. Die anderen Tiere kamen dann nach und nach. Und weil sich die Welt um Delia Winter dreht, habe ich sie als einen besonderen Menschen darstellen wollen – mit besonderen Fähigkeiten natürlich.
4. Wer ist dein Lieblingsautor bzw. Vorbild?
Meine Lieblingsautoren sind wirklich – und jetzt lacht nicht – Alexandre Dumas, Tolstoi, Jane Austen, Schiller, Dürrenmatt (Theaterstücke) und Oscar Wild. Der Schreibstil ist einfach so anders im Gegensatz zu unserer oberflächlichen einfachen Schreibweise. In deren Werken ist jedes Wort richtig gewählt worden und noch per Hand geschrieben. Ich bewundere sie jedes Mal und lese gerne die dicken Wälzer. An modernen Autoren mag ich Lynn Raven, Uta Maier, meine Autorenkolleginnen Mina Kamp und Laura Gambrinus.
5. Welche drei Bücher muss man unbedingt gelesen haben?
Gelesen haben muss man:
Lynn Raven – Blutbraut, weil es so anderer Vampirroman ist und man Joaquin einfach als Leserin lieben wird.
Jane Austen – Überredung (das beste Werk von ihr – finde ich, weil es ihr letztes Buch ist und die Geschichte anders ist als “Stolz & Vorurteil” oder “Emma”) und
“Die Kameliendame” / “Graf von Monte Christo” – von Alexandre Dumas. Ich liebe die Raffinesse in seinen Werken.

Delia III
Bild mit freundlicher Genehmigung von Mia Bernauer

Delia hat sich entschieden, für Leander und die Welt der Halbwesen. Zu ihrem Schutz wird sie nach Rijon, die heilige Stadt, gebracht, denn die Verschwörer wollen ihre Energie. Doch der Plan scheint nicht aufzugehen – und nicht nur ihre Liebe zu Leander wird auf die Probe gestellt, ihr ganzes Leben gerät in Gefahr.

Es war echt wieder ein gutes Buch und ein schöner Abschluss für die Trilogie. Am Anfang dachte ich Band zwei wird etwas wiederholt, war dann aber nicht so. Mias Schreibstil hat sich weiter gesteigert und wie schon im zweiten Band hat sie mich sehr misstrauisch gegenüber sämtlichen Personen gemacht – es ist einfach geschickt gestrickt.
Mir gefallen auch (fast) alle Charaktere. Und mein OTP aus der Trilogie ist zusammen gekommen (und ich spreche hier nicht von Delia und jemandem), aber da will ich nicht mehr verraten. Wirklich gut hat mir gefallen, dass man Sebastian noch besser kennengelernt hat, zum Beispiel durch Perspektivwechsel. Wen ich aber zeitweise in dem Buch wirklich nicht ausstehen konnte, war Delia. Ich finde Delia manchmal nicht gerade standhaft (zu ihren Entscheidungen), wirklich sehr unemanzipiert und sie hängt – meiner Meinung nach – übertrieben an Leander, der gerade nicht da ist. Dabei ignoriert sie dann alle anderen und badet sich in Selbstmitleid. Aber das ist ja in vielen Büchern derzeit so. Deswegen wird das Ende auch etwas zu kitschig, aber schon irgendwie süß, Selina hingegen finde ich sehr eigenständig, aber zugleich einfühlsam – mir ist sie von den weiblich Charakteren eindeutig die Liebste. Da fällt mir ein – ein Buch über Selina wäre was feines.
Trotz meinem kleinen Problem mit Delia (denn sie ist ja nicht immer so), ein tolles Buch, dass ich geradezu verschlungen habe – auch wenn mir der zweiten Band bisher am besten gefallen hat. Die Idee und die Umsetzung durch schlaue und logisch nachvollziehbare Verstrickungen mochte ich sehr.

Kennt ihr die Trilogie?
Liebe Grüße
Kathi

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One thought on “Bernauer: Delia – Das smaragdgrüne Feuer | Fünf Fragen an Mia Bernauer

  1. Pingback: Gelesen im August | teepüppchen

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