Buch-Swap: Reviews | Divergent, The Perks of Being a Wallflower, Harry Potter

Natürlich kommen mit dem Buch-Swap auch Rezensionen. Thyra und ich haben entschieden, die Reviews der drei Bücher in einem Post zu veröffentlichen. Also gibt es heute drei Bücher, die ich euch vorstellen möchte.

Divergent
In der Zukunft gibt es eine Aufteilung in Fraktionen (ich habe nur die englischen Namen hier) Abnegation (die Selbstlosen), Amity (die Freundlichen), Candor (die Ehrlichen/nie Lügenden), Dauntless (die Furchtlosen/Mutigen) und Erudite (die Wissbegierigen). Jede Fraktion hat ihre Grundzüge und ihre Ansichten, welche Eigenschaft die Menschheit in den Krieg gestürzt hat. Mit sechzehn müssen die Jugendlichen mithilfe eines Tests herausfinden, ob sie in ihrer eigentlichen Fraktion bleiben oder wechseln. Doch bei Tris gibt der Test kein genaues Ergebnis, sie ist divergent. Trotzdem entscheidet sie sich für Dauntless und kämpft darum wirklich initiiert zu werden, während sie ihr Geheimnis versteckt. Dass sie sich dabei auch noch zu ihrem Trainer Four hingezogen fühlt, macht es nicht gerade einfacher.

Design… Ich muss sagen, das Original-Cover gefällt mir, das mit dem Filmcover nicht so, trotzdem den Hintergrund finde ich spannend. Auch der Titel ist eigentlich sehr ansprechend und ich habe es damals nur wegen dem Hype nicht gekauft (und weil ich dachte, dass es zu sehr wie Hunger Games ist).
Plot/Story… Wie gesagt (Entschuldigung, wenn es nervt), es gibt Parallelen zu Hunger Games, aber eigentlich ist es schon anders. Die Dystopie ist ziemlich interessant und teilweise schon realistisch, wenn auch (klar, ist ja eine Dystopie) sehr extrem und nicht funktionsfähig. Es gibt Probleme, die nur logisch sind. Das Buch war sehr fesselnd und spannend, auch wenn es mir gegen Ende etwas zu over the top und teilweise kitschig wird. Sonst ist die Liebesgeschichte zwar vorhersehbar, aber irgendwie auch schön, weil sie recht zart ist.
Charaktere… Bei Tris konnte ich gut nachvollziehen, warum sie wie handelt, auch wenn ich ganz anders bin (bei meinem Test kam ja auch Amity und dann Abnegation raus). Im Gegensatz zu Katniss (Hunger Games) finde ich, ist sie schon emotional und mitfühlend, nicht hypersensibel, aber sie wird bewegt. Ich finde es gut, dass sie als Frau/Mädchen, eine starke Heldin ist ohne eine Maschine zu werden. Man kann ihre innere Zerrissenheit verstehen und sie wird wirklich gut rübergebracht. Ihre Mutter finde ich unglaublich sympathisch, aber ich will nicht mehr sagen, sie kommt nämlich erst recht spät wirklich vor. Four mag ich auch, sein Hintergrund ist zwar zuerst unbekannt, aber ich konnte ihn recht schnell ausmachen. Mir ist er sehr sympathisch, ich finde nicht, dass er ein Badboy oder unfreundlich ist. Generell mag ich die meisten Personen oder finde sie sehr gut beschrieben.
Stil… Sowohl das Training als auch die Gedanken und Gefühle sind richtig gut und realistisch geschrieben. Alles ist recht bildlich, aber auch recht einfach. Der Stil ist gut, fesselnd, aber nicht atemberaubend. Trotzdem hat es mir gefallen, besonders, da ich die Ich-Perspektive in er Gegenwart (wie sie bei Dystopien üblich ist) sehr mag.
Fazit… Ich bin wirklich froh, dass Thyra mir das Buch gelesen hat und die anderen lese ich vielleicht auch noch (bin nicht sicher, da ich lieber historische Romane und Biographien lesen will). Auch wenn es zum Teil sehr geplant wirkt, hat es mir gefallen. Meine Befürchtung, dass es Hunger Games zu ähnlich wird, war trotz Parallelen weitestgehend unbegründet.

the Perks of Being a Wallflower
Das Buch kann ich irgendwie nicht wirklich zusammenfassen. Charlie ist anders als die anderen Kinder. Er ist verschlossen und beobachtet, er ist abwesend und hatte eigentlich nie wirklich Freunde, bis er Sam und Patrick kennenlernt. Endlich wird er Teil einer sozialen Gruppe, hat erste Dates, Partys… (falls euch das Buch interessiert bitte sucht die Inhaltsangebe auf Amazon o.Ä., ich kann das Buch nicht wirklich erklären)

Design… Für ein vom Film “geklautes” Cover, gefällt mir das eigentlich ganz gut und ich mag eigentlich auch den Titel ganz gerne.
Plot/Story… Ehrlich gesagt habe ich nicht wirklich erkannt, wo das Buch hinführen will (geholfen hat mir nur der Film) und für mich hat es keinen Höhepunkt, kein Drama oder etwas in der Richtung, was dem Buch einen Sinn gibt, es fließt einfach nur dahin und könnte wesentlich länger oder kürzer sein. Das Ende bzw. Ergebnis wird schließlich in den letzten beiden Kapiteln abgehandelt – man erfährt den Hintergrund seiner Persönlichkeitsstörung (ich nehme zumindest an, dass er schizophren ist) und die Liebesgeschichte löst sich auf. Das Buch kommt mir etwas gewollt jugendlich bis pseudo tragisch-melancholisch vor.
Charaktere… Abgesehen von Charly sind die meisten Charaktere – wie ich finde – recht platt und nur oberflächlich gestriffen. Niemand ist mir sonderlich ans Herz gewachsen, einfach da ich die Charaktere nicht kannte. Dazu muss ich sagen, dass mir Sam und Patrick im Film gar nicht so unsympathisch waren. Und mit Charly bin ich nicht wirklich warm geworden – ich weiß, er hatte eine schwere Kindheit (mehr will ich nicht verraten), aber wenn Menschen (in Büchern) andauernd weinen, kann ich das nicht ertragen. Es geht einfach nicht für mich.
Stil… Eigentlich finde ich die Idee von Briefromanen recht interessant, auch wenn mir bisher noch keiner so richtig gefallen hat (Werther war wirklich schlimm damals, auch wenn ich nur Teile gelesen habe). Ich wundere mich eben darüber, dass in Briefen ganze Dialoge zitiert werden und zwar wörtlich. Was mich auch wirklich gestört hat, waren zwei Dinge: andauernd Anführungszeichen um normale Worte und dann diese Anaphern – so würde man es wohl als Stilmittel bezeichnen, eigentlich waren es nur ständige Wiederholungen. Generell war mir der Stil zu einfach, zu sehr wie Jugendliche reden. Abgesehen von ein paar sehr…hmmm…gebaut wirkenden Zitaten (die natürlich der heutigen Jugend sehr gefallen), ist der Stil für mich nicht bemerkenswert.
Fazit… Ich denke, es fällt auf, dass es einfach nicht mein Buch, mein Genre ist. Weil ich Thyra das Buch ja geschenkt habe und sie es unglaublich liebt, fühle ich mich irgendwie schlecht, dass es mir einfach so gar nicht gefällt. Auch wenn ich den Film nicht so gerne mag, würde ich hier trotzdem sagen, man sollte den Film schauen, das reicht. Ich habe übrigens Rezensionen auf Amazon angeschaut; was mir dabei aufgefallen ist? Menschen auf den späten Neunzigern (als das Buch erschienen ist) mochten das Buch großteils nicht, die Leser von heute schon. Vielleicht bin ich einfach nicht für solche Jugendbücher gemacht.

Harry Potter und der Stein der Weisen
Harry wächst bei seinem Vetter und dessen Eltern auf, von denen er ohne Ende gepiesackt wird, bis eines Tages ein Brief kommt und ihn auffordert nach Hogwarts an die Schule für Zauberei zu kommen. Und so lernt er schließlich mehr über seine Herkunft, findet neue Freunde, spielt Quidditch – kämpft gegen böse Mitschüler und das Böse in Persona.

Design… Das Design finde ich ganz süß, ist eben für ein Kinderbuch. Allerdings glaube ich nicht, dass ich das gekauft bzw. gelesen hätte, wenn Thyra es mir nicht gegeben hätte.
Plot/Story… Unglaublich spannend ist die Geschichte jetzt nicht, gut aber schon. Auch wenn mir Harry (bzw. wie er behandelt wird) zeitweise auf die Nerven geht, ist es eine sehr schöne, interessante Geschichte. Und da das Ganze nicht ohne Zauberei und Hexerei geht, umso besser.
Charaktere… Oh, ich liebe Neville. Er kommt zwar nicht so viel vor, aber er ist so süß. Generell mag ich fast alle Charaktere bzw. finde, dass sie gut geschrieben sind. Hermine mag ich auch sehr, dass besserwisserische ist wirklich niedlich und auch Ron und Dumbledore sind natürlich richtig sympathisch. Auch Harry könnte mir theoretisch sympathisch sein, nur ist er meiner Meinung nach sehr übertrieben großartig dargestellt. Hedwig mag ich übrigens auch sehr, gut, sie ist eine Eule und hat daher nicht wirklich einen Charakter, trotzdem.
Stil… J.K. Rowling schreibt wirklich schön. Es ist nicht der beste Stil überhaupt, dafür ist es zu einfach, zu wenig Spielereien mit dem Wort (auch wenn es natürlich welche gibt!), aber es gefällt mir und auch diese ganze Welt, wie sie beschrieben und erdacht ist – wirklich schön.
Fazit… Früher hätte ich gesagt, dass man Harry Potter nicht gelesen haben muss, weil die Reihe sicher einfach überbewertet wird. Sicherlich bin ich jetzt trotzdem nicht, der ultimative HP-Fan, aber ich lese hundertprozentig noch die anderen Bücher.

Habt ihr die Bücher auch gelesen? Wie haben sie euch gefallen? Könnt ihr mir gute historische Romane oder Biografien empfehlen (gerne über starke Frauen(-bewegungen))?
Liebe Grüße
Kathi

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18 thoughts on “Buch-Swap: Reviews | Divergent, The Perks of Being a Wallflower, Harry Potter

  1. Hey, ich bin auch eher der Biografien-Typ. Hitlers Frauen ist interessant. Als historische Jugendbuchreihe kann ich dir Bücher von Klaus Kordon empfehlen: die roten Matrosen, mit dem Rücken zur Wand und den dritten Titel habe ich vergessen… (Geschichte von Deutschlang 1914-1945 in mehreren Generationen). Sehr interessante Biografie fand ich auch “Tochter des großen Stromes” Das sind so die, die mir spontan einfallen.. :)
    Übrigens alle Achtung: 3 Bücher in 6 Tagen??!

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    • Hallo, dankeschön, dann schau ich mir die doch alle mal an. Freut mich sehr, da Empfehlungen zu bekommen.
      Ja, hab halt mal den Fernseher ausgelassen und jede freie Minute zum Lesen genutzt – manchmal habe ich solche Phasen und dann lese ich wieder nur ein/zwei Bücher im ganzen Monat. ^^

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      • Nicht schlecht. Ich hab früher auch viel gelesen. Irgendwann hatte ich mal keinen Lesestoff mehr, da hab ich angefangen Bücher auf dem Kopf zu lesen.. Aber nur ein paar Monate. Im Moment lese ich mega wenig.. Ich gucke auch gar kein Fernsehen, aber schaffs trotzdem nicht…

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      • Auf dem Kopf? Das ist ja mal was neues. ^^
        Ja, manchmal hat man eben eine Flaute beim lesen – wie mit allem anderen auch. ^^ aber das wird sicher wieder.

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      • Ach, als Teenie hat man doch immer so ganz speziell clevere Ideen ;)
        Ich lese inzwischen zwar weniger, aber dafür viel ausgewählter als früher. Früher hab ich Bücher verschlungen, jetzt kau ich ein bisschen länger. ;)
        A propos: Falls du Kinderbücher magst – der unglaubliche Bücherfresser! Absolut genial!!!

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      • Ja. ^^
        Das ist doch auch gut – vor allem bei Biographien.
        Schau ich mir mal an, wenn ich es sehe. Ab und zu sind Kinderbücher schon was feines.

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  2. Also ich liebe The Perks of Being a Wallflower! Ich habe das Buch vor ein paar Monaten im Urlaub gelesen, weil ich den Film so toll fand. Die Spannung/Handlung wird meiner Meinung nach dadurch erzeugt, dass man weiß, dass etwas Charlies Persönlichkeitsstörung ausgelöst hat und dass es vermutlich etwas mit einer anderen Person aus dem Buch zu tun hat (ich will nicht zu viel verraten). Ich war schon neugierig, wo der Ursprung liegt und finde den Tagebuch-Stil des Buches sehr passend, denn so kann man (die meisten von) Charlies Ansichten gut nachvollziehen. Außerdem finde ich, dass der Film ein Beispiel dafür ist, dass nicht alle Adaptionen automatisch schlechter sind als die dazugehörigen Bücher. Gerade die besondere Stimmung, die durch Musik erzeugt wird, gibt dem Film etwas mitreißendes und die Rollen sind von den Schauspielern super getroffen.

    Aber im Endeffekt hat jeder seinen Geschmack, wenn es um Bücher geht, deswegen musst du dich nicht schlecht fühlen, dass du es nicht so magst :)

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    • Okay, danke, das hilft irgendwie zu verstehen, wodurch Spannung entsteht. Fehlt bei mir vielleicht auch, weil ich den Film früher gesehen habe.
      Ja, das stimmt natürlich. (:
      Aber danke für dein ausführliche Antwort.
      Liebe Grüße
      Kathi

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  3. Hallo Kathi,
    ich lese gerade Divergent und bin gespannt, wie sich das entwickelt.
    Harry Potter habe ich natürlich gelesen, war exakt meine Zeit, als sie herauskamen. Überbewertet finde ich die Bücher überhaupt nicht, im Gegenteil; dort werden so viele große, wichtige Themen behandelt, wie ich sie in dieser Fülle und diesen Zusammenhängen nie wieder gelesen habe – und das ohne offensiv zu sein. Das erste Buch ist dabei entsprechend nur ein Bruchteil dessen, was sich auftut, und wahrscheinlich muss man alle Teile gelesen haben, bis sich das große Ganze auftroddelt. Ich will nichts herausgeben, aber wenn du alle gelesen hast…:). Ich kann es nur empfehlen.
    Und zu der anderen Frage: Mir fallen spontan “Die Päpstin” und die Autobiographie von Sophie Scholl ein. “Die Päpstin” ist ein sehr dickes Buch, was sich wirklich schnell weg liest. Sag gern Bescheid, falls du eines liest und wie es dir gefallen hat:).
    Liebe Grüße,
    Emma

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    • Hallo Emma,
      Ja, ich schau mal ob ich bei Divergent die Serie weiter lese. Harry Potter aber sicher. Jetzt wo ich den ersten gelesen habe, finde ich sie ja auch nicht mehr überbewertet. ^^
      Danke für die Tipps, schreibe ich mir mal auf und lese sie dann vielleicht (da schreibe ich dann natürlich dazu)
      Liebe Grüße
      Kathi

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      • Hey Kathi,
        ja, unbedingt, du wirst begeistert sein – ich mochte den dritten Band total gern:).
        Ich bin von Divergent bisher nicht überzeugt, obwohl ich mich schon weit herein gelesen habe. Na mal sehen:)!
        Liebe Grüße,
        Emma

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      • Hi Emma,
        Okay, gut. Ich hab noch einiges auf dem SuB, aber dann… :D
        Ja, es gibt schon besseres, aber ich mochte es, trotzdem weiß ich nicht, ob ich weiter lese.
        Lg Kathi

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