Fitzek: Der Augensammler

Als ich letzte Woche in der Bücherei war, habe ich natürlich nicht nur ein Buch ausgeliehen. Da ich wirklich Lust auf einen Thriller hatte und es mag, wie Fitzek schreibt, habe ich mich für Der Augensammler entschieden.

Seit einiger Zeit treibt ein grausamer Mörder ein Spiel mit der Polizei. Ein Versteckspiel. Erst tötet er die Mutter, dann entführt er das Kind für 45 Stunden, in denen der Vater Zeit hat das Kind zu finden und retten. Schafft er das nicht, stirbt das Kind – und das linke Auge fehlt. Dabei hinterlässt er kaum Spuren, aber bald fällt der Verdacht auf Alexander Zornbach, einen ehemaligen Kommissar. Gemeinsam mit Alina Gregoriev versucht er selbst dahinter zu kommen, wer der Augensammler ist und wie er die Kinder befreien kann, denn die blinde Physiotherapeutin Alina behauptet den Augensammler behandelt und in seine Vergangenheit gesehen zu haben…

Zuerst einmal muss ich sagen, dass ich es liebe, dass alle Bücher (okay, das waren auch nur zwei), die ich bis jetzt von Fitzek gelesen habe, im Winter spielen und ich ehrlich gesagt schon wieder in Weihnachtsstimmung bin. Aber nicht nur das erinnert an den Seelenbrecher, auch tauchen ein paar Figuren wieder auf und da freue ich mich ja auch immer, wenn ich eine Person schon kenne. Und wieder gibt es Parallelen zwischen dem Täter und dem Protagonisten Zornbach. Sollte es jetzt so klingen, als würde er immer das gleiche schreiben, kann ich euch beruhigen – es sind nur Kleinigkeiten, die wirklich gut platziert und ausgearbeitet sind. Der Einstieg ist wieder super, man ist gleich im Geschehen und erfährt etwas über den Hintergrund von Zornbach und auch die Auflösung ist richtig gut und irgendwie gruselig. Mir kommt es nach Fitzek-Thrillern immer so vor, als sollte man keinem Menschen trauen. Bevor ich zum Stil komme, noch etwas, das mir gut gefallen hat. Für den Roman und natürlich besonders für Alina hat Fitzek mit blinden Menschen zusammengearbeitet, was meiner Ansicht nach wirklich sichtbar ist und ich habe zudem noch ein paar Dinge erfahren, die ich nicht wusste. Sehr interessant. Außerdem gefällt es mir, dass Seiten und Kapitel rückwärts nummeriert sind und man sozusagen runter zählt, macht es irgendwie spannender. Dennoch muss ich sagen, dass der Thriller mir trotz dem spannenden Thema nicht spannend genug war, auch wenn ich das Buch wirklich flüssig durchlesen konnte. Die Personen waren mir sympathisch und ich kann auch alles nachvollziehen, auch die Emails vom Augensammler selbst sind ohne Frage eine gute Idee., aber irgendwie bin ich wohl zu abgehärtet inzwischen. Der Schreibstil, der locker und bildlich ist, macht das wirklich wett und ich kann das Buch empfehlen, auch wenn es für mich eher ein Krimi ist.

Könnt ihr mir spannende Thriller oder auch Krimis empfehlen?
Liebe Grüße
Kathi

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3 thoughts on “Fitzek: Der Augensammler

  1. Zuletzt bei “Der Nachtwandler” war ich eher sehr enttäuscht von Fitzek, aber deine Rezension hat mich doch neugierig gemacht. Das mit den Seitenzahlen die runtergezählt werden, finde ich ganz cool – innovative Idee, sieht man nicht alle Tage. :)

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  2. Pingback: Fitzek: Der Augenjäger | teepüppchen

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