George: The Edge of Nowhere

Vor einiger Zeit war ich in der Bücherei und habe den Jugendroman Whisper Island von Elisabeth George gesehen. Gut, den Namen kenne ich, dachte ich, die schreibt in Englisch. Also mal schauen wie es da heißt und ob ich es hier ausleihen kann. Und ich hatte Glück, das Buch war da und zu meiner großen Freude ungelesen – oder zumindest von jemanden, der Bücher nicht wie Servietten verwendet. Und so kam ich zu The Edge of Nowhere, dem ersten Band einer Reihe.

Mit einer neuen Identität fliehen Becca und ihre Mutter vor Beccas Stiefvater. Durch ihre Gabe Gedankenbruchstücke von Personen zu hören, weiß sie, dass er seinen Geschäftspartner umgebracht hat und nun alles daran setzen will, Mutter und Tochter wieder zu finden. So gelangt Becca schließlich alleine auf eine Insel, auf der sie bei einer Freundin der Mutter leben soll. Diese Frau ist allerdings am selben Tag verstorben. Durch den Tipp des jungen Seth, kommt sie schließlich bei Debbie unter, die ein verlassenes Hotel besitzt. Mit der Zeit freundet sie sich mit Derric an und verliebt sich in ihn und auch er scheint sich für sie zu interessieren – doch dann findet sie ihn in einer Schlucht im Wald auf, in die ihn offenbar jemand gestoßen hat.

Zuerst einmal ist es mir ein Rätsel, wieso die beiden fliehen müssen. Schließlich könnten sie in meinen Augen sehr wohl zur Polizei gehen und gegen den Stiefvater aussagen oder was weiß ich. Aber gut, dann würde die Story wohl nicht entstehen können. Ich finde den Plot, die Idee eigentlich spannend, allerdings zieht sich die Story für mich, dauernd fahren sie mit dem Auto hin und her oder es wird zu teenie-haft. Becca allerdings ist für mich keine normale 14jährige, ihre Handlungen und Reaktionen sind zum Teil unnatürlich und ihre Motive schleierhaft – dass sie dazu noch nicht gerade dankbar ist, macht es nicht besser. Trotzdem kann ich mich in anderen Situationen auch sehr in sie hineinversetzen, auch wenn ich mich immer noch frage, was für eine Figur (also körperlich) sie jetzt hat, da sich in dem Punkt irgendwie alles und jeder wiederspricht. Ihre Mutter ist wirklich ein Charakter, aus dem ich nicht schlüssig werde – welche Mutter verlangt von ihrer Tochter ein komplettes Umstyling (Haare färben, Brille und sehr extremes Makeup – aber ohne neue Papiere) und lässt sie dann alleine auf einer Insel, während sie Vorkehrungen für ein neues Leben trifft? Die zickige und eindeutig in Derric verknallte Jenn (gegen die Becca fast nie etwas sagt) ist so klischeehaft und nervig, dass es echt wehtut. Ich finde Derric sympathisch, aber musste er wirklich der beliebteste Junge der Schule sein? Dann ist da noch Debbie, die Frau, die Becca in ihr verlassenes Hotel aufnimmt, nachdem ihre eigentlich geplante Unterkunft nicht mehr zugänglich ist. Debbie ist so launisch – was durchaus verständlich ist, aber es nervt einfach mit der Zeit. Außerdem gibt es noch Seth, den gutherzigen Jungen, der Becca andauernd in der Gegend rumfährt, für sie lügt und sonst etwas tut – für mich ist er sehr verdächtig gewesen. Und schließlich noch Diana, die mag ich irgendwie. Sie hat selbst so eine Gabe wie Becca und ist immer angenehm ruhig.
Für mich ist die Geschichte teilweise zu konstruiert und bei den Haaren herbeigezogen – und ich komme mit den meisten Charakteren nicht klar. Zudem war das Ende ja wohl ein Witz. Und auch wenn Georges Schreibstil ganz angenehm ist, zieht sich das Buch doch teilweise. Ehrlich gesagt konnte das Buch meine Erwartungen nicht erfüllen und ich werde die Reihe nicht weiterlesen.

Könnt ihr mir englische Bücher (Fantasy/Thriller/Krimi mit einem Hauch Romantik) empfehlen? Würde mich freuen, wenn ihr mir schreibt. (:
Liebe Grüße
Kathi

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